Bilder-SEO – 6 Tipps, um mit Bildern zu ranken

Frau hält Kamera in der rechten Hand und tippt mit der Linken auf dem Laptop

Suchmaschinenoptimierung, kurz SEO, ist ein wichtiger Bestandteil einer jeden Website Strategie. Denn nur, wenn eine Homepage bei Google und Co. gefunden wird, können die Inhalte auch wirken. Dazu greifen Webmaster auf zahlreiche bewährte SEO-Massnahmen, sowohl On-Page als auch Off-Page, zurück, um ihre Seite in den Suchergebnissen möglichst weit oben zu platzieren. Denn dort gilt: Wer zu weit nach unten rutscht, verliert Besucher. Und dadurch im Zweifel sogar bares Geld. Ein wichtiger Faktor, der bei der Suchmaschinenoptimierung nicht vernachlässigt werden darf, ist Bilder-SEO.

Suchmaschinen wie Google, Bing und Yahoo bevorzugen Webseiten, die nicht nur aus Texten bestehen, sondern ihre Inhalte mit Videos und Bildern auflockern. Denn die digitalen Helfer wollen nur eins: Den Nutzern relevante Ergebnisse liefern, die so aufbereitet sind, dass sie gerne gelesen werden und tatsächlich weiterhelfen. Das wird nur selten durch reine Textseiten erreicht, deshalb werden solche Webseiten, die Videos und Bilder miteinschliessen, von den Suchmaschinen besser bewertet und höher gerankt. Um davon zu profitieren und den Effekt sogar noch zu verstärken, gibt es allerdings einiges zu beachten. Hier kommen einige Tipps, wie Bilder dazu beitragen können, dass eine Website ihre Mitbewerber weit hinter sich lässt.

Tipp #1: Ein aussagekräftiger Dateiname

Jedes Bild, das auf einer Website hochgeladen und eingesetzt wird, sollte bereits im Dateinamen einen Hinweis auf das Thema geben. Dateinamen wie „unbenannt.jpg“ oder „IMG-20200108.png“ sind also unbedingt zu vermeiden. Stattdessen sollten ausdrucksstarke Keywords verwendet werden, zu denen eine Website bei Google auch gefunden werden will. Mehrere Wörter werden dabei mit einem Bindestrich getrennt. Behandelt eine Website beispielsweise die besten Restaurants Luzerns, sollte der Dateiname eines entsprechenden Bildes „beste-restaurants-in-luzern.jpg“ benannt werden. Ist auf einem Foto ein italienisches Restaurant namens Donna Mia zu sehen, könnte die Datei als „donna-mia-italienisches-restaurant-in-luzern.jpg“ hochgeladen werden.

Tipp #2: Die richtige Bildgrösse

Zu grosse Bilder können die Ladegeschwindigkeit und Nutzerfreundlichkeit einer Website negativ beeinflussen, auf zu klein geratenen Bildern können Nutzer nur wenig erkennen. Deshalb ist die richtige Bildgrösse beim Bilder-SEO ein wichtiger Faktor, den die Suchmaschinen bewerten. Als Richtwert werden mindestens 300 Pixel und höchstens 1200 Pixel angegeben. Wer seine Bilder in diesem Rahmen dimensioniert, signalisiert Google und Co. hohe Qualität.

Tipp #3: Geeignete Dateiformate und Bildformate

Viele SEO-Experten empfehlen, Bilder auf einer Website als .jpg-Format einzubinden. Auch .png funktioniere, bei .gif-Dateien sind sich die Suchmaschinen-Profis uneinig. Wer auf Nummer sicher gehen will, bleibt also beim sowieso meist verwendeten .jpg. Neben dem Dateiformat gilt es auch das Bildformat zu beachten. Aussergewöhnliche Formate sind wenn möglich zu vermeiden. Webmaster sollten hingegen auf Standard-Formate wie 4:3 oder auch 16:10 setzen.

Tipp #4: Wichtige ALT-Attribute und ALT-Titel

Neben dem Dateinamen nutzen Suchmaschinen auch die sogenannten ALT-Tags, um Inhalte von Bildern auszulesen und richtig einzuordnen. ALT steht in diesem Zusammenhang für „alternativ“. Das ALT-Attribut sollte genau beschreiben, was auf einem Bild zu sehen ist, denn es wird angezeigt, wenn das Bild einem Besucher der Website aufgrund von Browser- oder Serverproblemen nicht angezeigt werden kann. Deshalb sollte auf sinnlose Aneinanderreihung von Keywords verzichtet werden und stattdessen eine nützliche Beschreibung geliefert werden. Beim vorherigen Beispiel des italienischen Restaurants Donna Mia in Luzern wäre ein hilfreicher ALT-Text etwa „Das italienische Restaurant Donna Mia in Luzern“.

Der ALT-Titel hingegen wird angezeigt, wenn ein Nutzer mit der Maus über das Bild fährt. Auch wenn die Relevanz für das Bilder-SEO umstritten ist, sollte der Nutzerfreundlichkeit wegen auf einen ansprechenden und hilfreichen ALT-Titel gesetzt werden. Aufgrund seines Inhaltes kann der ALT-Titel in den meisten Fällen identisch mit dem ALT-Text sein – im Beispiel also ebenfalls „Das italienische Restaurant Donna Mia in Luzern“.

Tipp #5: Umliegende Textbausteine nicht vergessen

Bilder sind zwar ein wichtiger Faktor in der Suchmaschinenoptimierung, trotzdem darf der restliche Text auf einer Website oder Landingpage nicht vernachlässigt werden. Insbesondere die Textinhalte, die direkt vor und nach einem Bild stehen, sollten dem Dateinamen und den ALT-Tags angepasst werden. Das bedeutet: Hat ein Bild auf einer Website den Dateinamen „donna-mia-italienisches-restaurant-in-luzern.jpg“ und als ALT-Text und ALT-Titel „Das italienische Restaurant Donna Mia in Luzern“, ist aber in einen Text eingebettet, in dem keines der Keywords „Donna Mia“, „italienisches Restaurant“ oder „Luzern“ vorkommt, wird die Suchmaschine stutzig und wird die Richtigkeit und Relevanz des Bildes infrage stellen.

Tipp #6: Weitere Möglichkeiten, Bilder-SEO anzuwenden

Bei den bislang genannten Tipps sind sich die meisten SEO-Experten des positiven Effekts auf das eigene Ranking einig. Auch wenn einige andere Tricks nicht bewiesen sind, lohnt sich das Ausprobieren. Einige Profis raten etwa dazu, ein Bild mehrmals auf einer Website zu benutzen. So bewerte die Suchmaschine das Bild als wichtiger. Aber Achtung: Auch hier gilt, ein Bild nur dann einzusetzen, wenn es auch zum Rest der Website und Landingpage passt. Auch interne Verlinkungen auf einem Bild sehen viele SEO-Experten als hilfreiches Tool an. Da interne Verlinkungen selbst bereits ein wichtiger Faktor bei der Suchmaschinenoptimierung sind, könnte auch an diesem Tipp etwas Wahres dran sein.



 

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