IT-Experten diskutierten die Zukunft der Mobile Publishing Suite



Das exklusive Networking-Event „Mobile Publishing Suite-Community“ fand am Donnerstag, 17. November, in Wien statt. Die APA-IT hatte dazu Fachexperten aus Deutschland und Österreich eingeladen.

Durch den digitalen Wandel sind in der Medienbranche Lösungen gefragt, die in einer veränderten Welt erhöhte Kundenzufriedenheit und steigende Leserzahlen ermöglichen. Die App „Mobile Publishing Suite“ (MPS) wurde von der APA-IT entwickelt, um ausgabeorientierte Publikationen benutzerfreundlich für mobile Endgeräte zugänglich zu machen.

Donnerstagvormittag trafen sich Experten und Anwender im Rahmen der „Mobile Publishing Suite-Community“ zum Know-how-Austausch und diskutierten Trends und Entwicklungen.

Eines der bedeutendsten Zukunftsthemen in der Medienbranche sind Chatbots – Maschinen, die in der Lage sind, wie Menschen zu kommunizieren, zum Beispiel auf Messaging-Plattformen. Vom Beantworten einfacher Fragen über das Anbieten relevanter Artikel bis hin zum automatisierten Customer Service – die intelligenten Programme versprechen ein intuitives Anwendererlebnis.

Der Experte Nicholas Stricker, Head of Customer Success beim Berliner Messenger-Start-up Spectrm, erläuterte in seiner Keynote, welche Chancen sich dadurch für Verlagshäuser bieten. „Ein guter Chatbot ermöglicht es den Usern, zu einem Artikel oder Thema Fragen zu stellen, um Bedeutung und Wahrheitsgehalt beurteilen zu können. Hier können vor allem traditionelle Publisher punkten, da sie zu ihren Inhalten über eine Fülle an Informationen verfügen und sich an die Tatsachen halten“, so Stricker.

Im anschliessenden Expertengespräch stellte Michael Kamleitner, CEO Die Socialisten und Swat.io, fest, dass die Entwicklung von Chatbots noch ganz am Anfang stehe. „Aktuell rufen Bots eher gemischte Emotionen hervor, da sie uns in vielen Fällen noch nicht richtig verstehen. Angebote gehen dann gut, wenn sie einfach und regelbasiert funktionieren und nicht so tun, als ob sie intelligent wären“, erklärte Kamleitner.

„Software-Anwendungen müssen in der Lage sein, Benutzer kennen zu lernen und deren Verhalten und Bedürfnisse zu verstehen – dann können sie Service mit echtem Mehrwert bieten“, fügte Alexander Falchetto, Geschäftsführer APA-IT, hinzu.

Robert Kuschela, Produktionsleiter Kronen Zeitung, präsentierte in seinem Vortrag eine Success Story zur neuen Version 5.0 der MPS. Die E-Paper-Ausgabe der Kronen Zeitung erfreut sich steigender Beliebtheit. Seit kurzem wird sie den Abonnentinnen und Abonnenten mit der individualisierbaren App-Lösung der APA-IT zur Verfügung gestellt.

„Unsere Leser sollen mit nur einem Klick ihre gewünschten Inhalte finden, und für unsere Redakteure und Techniker soll so wenig wie möglich Zusatzaufwand entstehen – deshalb haben wir uns für die MPS entschieden“, berichtete Kuschela.

Danach informierten die Experten der APA-IT über neue Features und zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten für die MPS. Die Version 5.0 wartet mit einer Reihe neuer Funktionen auf. Das „Dashboard“, eine individualisierbare Startseite, kann jetzt auch mit Social-Media-Feeds oder Sudoku erweitert werden. Wie bisher können alle gängigen Werbeformate geschaltet werden.

Zusätzlich wurden die Erkenntnisse aus einem ausführlichen Usability Test umgesetzt, um die Bedienung der App noch intuitiver zu gestalten. Die Version 5.1 befindet sich bereits in Planung. Kernpunkte sind die Erweiterung der Analysefunktionen für die Verlage und die Möglichkeit, unkompliziert Ausgaben in unterschiedlichen Formaten zu integrieren.

Die Veranstaltung schloss mit einem Workshop, bei dem Entwickler und Anwender in intensivem Austausch einen gemeinsam Blick in die Zukunft der MPS machten.


Auf der Netzwerk-Veranstaltung der APA-IT wurde über die Zukunft der MPS debattiert. (Bilder: APA-IT)


 

Artikel von: APA-IT
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