Videos besitzen gewaltige Marketing-Schlagkraft



Videos zu produzieren ist heute einfacher denn je. Um sie wirksam zu verbreiten, steht eine hochpotente Plattform zur Verfügung, die mittlerweile auch von Kunden aufgesucht wird, die nach Produktinformationen oder Problemlösungen suchen. Video-Marketing hat eine hohe Schlagkraft, wie wir in diesem Artikel in aller Kürze aufzeigen möchten. Darüber hinaus finden Sie einige praktische Tipps vom Experten Thomas Hartmann.

Das Videoportal Youtube hat sich innerhalb weniger Jahre extrem entwickelt. Im Februar 2005 ging youtube.com erstmals online, im November 2005 folgte der offizielle Start und bereits im Oktober 2006 wechselte der Eigentümer. Für ca. 1,65 Mrd. US-Dollar kaufte Google den damaligen Newcomer auf. Heute weist Youtube unter den Multimediaportalen in den USA einen Marktanteil von ca. 73 Prozent auf – ist also die dominierende Marke.

Neben dem Zugpferd Youtube können sich Video-Anbieter auch über eine generell hohe Nachfrage freuen. Nach einer im September 2013 weltweit durchgeführten Befragung, sahen sich zwischen 38 und 65 Prozent der Internetnutzer eines Landes mindestens einmal pro Woche einen Online-Videoclip an. Für die europäischen Länder lag die Verteilung bei: Frankreich 38 Prozent; Deutschland 44 Prozent, Grossbritannien 52 Prozent, Spanien 53 Prozent und Italien 60 Prozent. Spitzenreiter der gesamten Befragung war China mit 65 Prozent.

Videos werden gerne konsumiert und beeinflussen Interessenten stark bei der Kaufentscheidung

Videos werden gerne online konsumiert – über den Webbrowser und mobile Endgeräte gleichermassen. Hinzu kommt der kaufbeeinflussende Effekt eines Videos. Einigen Umfragen zufolge geben ca. 90 Prozent der Onlinekäufer an, am stärksten von visuellen Effekten bei der Kaufentscheidung beeinflusst zu werden. Darüber hinaus hat sich Youtube mittlerweile sogar zu einer akzeptierten Informationsquelle entwickelt, die häufig angelaufen wird.

Damit ergibt sich für Unternehmen ein hohes Marketing-Potential durch eigene Videoproduktion. Und mit Youtube steht eine leicht zu bedienende und hochreichweitige Plattform zur Verfügung, auf der die drei wichtigsten Video-Formen platziert werden können: Der Unternehmensfilm, das Produktvideo und die Tutorials.

Unternehmensfilm, Produktfilm und Tutorial

Der Geschäftsführer der Webmarketing-Agentur Viracom, Thomas Hartmann, gibt auf der Webseite des Technikportals t3n eine kurze Zusammenfassung dieser Videotypen und erklärt, wie sie sich auf das Erreichen der ökonomischen (Abverkäufe, Marktanteil), kognitiven (Bekanntheit, Produktwissen) und affektiven (Markenerlebnis, Image) Marketingziele auswirken.
Laut Hartmann ist der Unternehmensfilm vor allem eine Option für die eigene Markenpositionierung, weniger aber für erhöhte Verkaufserfolge oder zur Steigerung der Bekanntheit. Unternehmensfilme sind stark emotionalisierend und haben eine relativ hohe Laufzeit. Der für ökonomische Ziele – vor allem im B2B Bereich – wichtige Fokus auf Information und Nutzwert für den Anwender tritt hier in den Hintergrund.


Internetnutzer konsumieren gerne und regelmässig Videos - auch zu Produkten (Bild: © lassedesignen - Fotolia.com).

Internetnutzer konsumieren gerne und regelmässig Videos – auch zu Produkten (Bild: © lassedesignen – Fotolia.com).


Der Produktfilm wird als „effektiver Allrounder“ beschrieben, der durch hohen Informationsgehalt gerne und aufmerksam konsumiert wird, Produktwissen vermittelt und auf diese Weise die Firme hinter dem Produkt bekannt macht. „Ein Produktfilm soll Interesse wecken, Informationen vermitteln, vielleicht sogar ein bisschen Spannung aufbauen“, erklärt Hartmann.

Das Betrachten von Tutorials resultiere häufig „in einer unmittelbaren, kurzfristigen Motivation der Betrachter, Kontakt zu suchen und Kunde zu werden“, schreibt der Experte. Für ökonomische Ziele sei dieses Genre eine ausgezeichnete, helfende Hand, die gleichzeitig eine hohe Reichweite erziele. „Tutorials erhalten besonders viel und lange Aufmerksamkeit, da sie im Kontext eines bestehenden Interesses angesehen werden.“

Den grössten Nutzen liefern Tutorials

Diese Ergebnisse, die aus Kundenerfahrung der Viracom Webmarketing Agentur gewonnen wurden, legen nahe, zunächst mit Tutorials für das Video-Marketing zu beginnen. Auf diese Weise kann der grösste Nutzen erzielt werden. Ausserdem lässt sich dasselbe Video auf zahlreichen verschiedenen Plattformen ausspielen: Dem eigenen SupportCenter, auf Youtube und anderen Videoportalen.

Für einen guten Erfolg mit Tutorials rät Hartmann, möglichst viele Videos zu produzieren, die eine ganz bestimmte Fragestellung beantworten. Wer ein Tutorial sucht, hat in der Regel eine ganz konkrete Fragestellung im Kopf und muss möglichst schnell zu dem Tutorial geführt werden, in dem kurz, bündig und präzise genau diese Frage beantwortet wird. Um dies zu ermöglichen, sollten die Video-Titel und Video-Beschreibungen entsprechend präzise gewählt werden. Versetzen Sie sich in die Lage eines Anwenders – was für Aufgaben möchte er erledigen und nach welchen Keywords würde ein Anwender googlen bzw. auf Youtube suchen?

„Neben der strategischen Arbeit, der inhaltlichen Aufteilung und dem Optimieren der Videos, ist es extrem wichtig, wirklich alle Chancen zu nutzen, von den Zielgruppen gefunden zu werden“, mahnt Hartmann. Die Option mit vielen, kurzen Tutorials auf verschiedenen Videoportalen präsent zu sein, verhelfe darüber hinaus auch zu einer beachtlichen Menge an Backlinks, wie der Experte anschaulich darlegt:  „Im deutschen Sprachraum sind neben Vimeo auch MyVideo, Dailymotion, Kewego und Businessworld relevant …  Mit 20 Videos auf sechs Plattformen generieren wir 120 Backlinks für die Website des Unternehmens – ein zusätzlicher Gewinn ohne weiteren Aufwand.“

Weitere Informationen können Sie in dieser Artikelserie finden. Unter den dort kurz vorgestellten Top 5 der meistgenutzten sozialen Plattformen deutschsprachiger Handelsunternehmen findet sich auch Youtube wieder.

 

Oberstes Bild: © rangizzz – Fotolia.com

Über Markus Haller

Diplomphysiker im technischen Vertrieb mit Leidenschaft für's Schreiben.
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