Weihnachtsgeschäft 2016 – Rekordumsätze für E-Commerce



Das Weihnachtsgeschäft gehört erfahrungsgemäss zu der umsatzstärksten Zeit im Handel – das gilt sowohl stationär als auch online. In den kommenden Wochen wird das Geschäft wieder auf Hochtouren laufen.

Immer mehr Verbraucher besorgen sich dabei ihre Weihnachtsgeschenke über das Internet. Wie wird in diesem Jahr das Weihnachtsgeschäft im Bereich E-Commerce laufen? Der Internet-Marktplatz RetailMeNot (www.retailmenot.de) hat das – mit Fokus auf Deutschland – näher untersuchen lassen. Hier die Erkenntnisse und Prognosen im Überblick.

Online gewinnt weiter, stationärer Handel verliert

Im Weihnachtsgeschäft werden die Deutschen dieses Jahr insgesamt erstmals mehr als 75 Milliarden Euro ausgeben (75.6 Mrd.) – 2.0 Prozent mehr als im Vorjahr (74.1 Mrd. Euro). Der E-Commerce-Anteil – der Teil der Einkäufe, die online über Computer und mobile Endgeräte getätigt werden – steigt dabei von 18.9 Prozent (2015) auf 21.0 Prozent an.

Im deutschen Weihnachtsgeschäft wird demnach mehr als jeder fünfte Euro online ausgegeben. Summiert ergibt dies Umsätze für den Online-Handel von rund 16 Milliarden Euro (15.9 Mrd.) – ein Anstieg von 13.6 Prozent.

Während das Online-Geschäft somit seinen Siegeszug fortführt, gehen die Umsätze der Ladengeschäfte abermals zurück: Im Vergleich zum Vorjahr verliert der stationäre Handel 0.7 Prozent und büsst über 400 Millionen Euro (420 Mio.) im Weihnachtsgeschäft ein. Diese Entwicklung wird auch international bestätigt: Im europäischen Durchschnitt verliert der Offline-Umsatz 1 Prozent – gut 2,62 Milliarden Euro –, während es im Online-Bereich zu einem Anstieg von 15.0 Prozent (+7.96 Mrd. Euro) kommt.

Mobil-Einkauf: Deutschland überholt erstmals UK

Der Weihnachtseinkauf über mobile Endgeräte erfreut sich weiter zunehmender Beliebtheit und bleibt der Motor des E-Commerce-Wachstums: Während 2015 mobil über 4 Milliarden Euro (4.4 Mrd.) für die Weihnachtsgeschenke und Co. ausgegeben wurden, werden es in diesem Jahr fast 7 Milliarden Euro (6.9 Mrd.) sein – das entspricht einem deutlichen Anstieg von 56.3 Prozent. Insgesamt macht der mobile Handel damit bereits 43.1 Prozent aller Online-Umsätze zu Weihnachten aus. Deutschland schliesst damit zur führenden M-Commerce-Nation USA auf (43.9 Prozent) – und überholt sogar erstmals UK (42.3 Prozent).

Vor allem das Tablet wird in Deutschland immer häufiger für den Weihnachtsgeschenkekauf genutzt: Wurden 2015 über dieses Gerät Weihnachtskäufe in Höhe von 1.9 Milliarden Euro getätigt, werden es in diesem Jahr 3.1 Milliarden Euro sein – ein Anstieg um 65.4 Prozent. Über das Smartphone werden 2016 insgesamt 3.8 Milliarden Euro im Weihnachtsgeschäft umgesetzt. Das bedeutet ein Wachstum von 49.6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Bestellungen im Ausland immer beliebter

Auch der Online-Weihnachtseinkauf über die Landesgrenze hinweg erfreut sich wachsender Beliebtheit: 8.6 Prozent der Online-Bestellungen aus Deutschland werden bei ausländischen Shops getätigt – die hiesigen Konsumenten geben in diesen insgesamt 1.4 Milliarden Euro aus. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um 24.1 Prozent. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland bei den Gesamtausgaben deutlich vorn – in keinem anderen Land in Europa wird an Weihnachten so viel Geld in ausländischen Online-Shops ausgegeben.

„Der E-Commerce macht mehr als ein Fünftel des gesamten deutschen Weihnachtsgeschäfts aus – und erlangt dadurch einen immer höheren wirtschaftlichen Stellenwert“, sagt Raúl Peña, Leiter Partner Management Deutschland bei RetailMeNot. „Diese Entwicklung überrascht nicht: Um zur Weihnachtszeit dem Einkaufsstress in den Läden zu entgehen, nutzen immer mehr Verbraucher die Vorteile, die ihnen das Online- und Mobile-Shopping bietet, wie das bequeme Bestellen von unterwegs oder zu Hause, der schnelle Preisvergleich und Last-minute-Bestellungen bis kurz vor Heiligabend.“

 

Artikel von: RetailMeNot.de / markengold PR
Artikelbild: © RetailMeNot