Mit Polizei.news Hackerangriffen vorbeugen 



Das Portal Polizei.news berichtet zunehmend über Fälle von Internetkriminalität. Seit einigen Jahren nimmt die Zahl der Delikte ständig zu und für Unternehmen und Privatpersonen ist der Schutz vor Hackerangriffen von entscheidender Bedeutung.

Wir haben Wissenswertes über Cyberattacken und mögliche Schutzmassnahmen zusammengestellt.

Welche Anzeichen für einen Hackerangriff gibt es?

Leider machen sich Hackerattacken nicht sofort bemerkbar. Macht der PC aber plötzlich nicht mehr, was er soll, ist dauerhaft überlastet und sendet merkwürdige Warnhinweise, sind das Anzeichen für eine Cyberattacke. Auch Suchanfragen, die umgeleitet werden, auf Seiten, die der Nutzer nie aufgerufen hat, weisen auf einen Angriff von aussen hin.

Wenn der Computer ein Eigenleben entwickelt, liegt das unter Umständen an einer Schadsoftware, die sich unbemerkt im System installiert hat. Die Dateinamen sind so unauffällig, dass sie keinen Verdacht erregen. Manchmal liegen diese Dateien auch im Papierkorb, wo der Nutzer sie vermutlich niemals vermutet.

Reagiert der Rechner auf einmal extrem langsam, kann es sein, dass er plötzlich Teil eines Botnetzes ist. Cyberkriminelle verschaffen sich Zugang zu mehreren Rechnern und steuern über diesen Verbund ihre kriminellen Aktivitäten.

In einigen Fällen tauchen auf dem Computer Warnmeldungen auf, dass der PC infiziert sei und nur gegen Zahlung eines bestimmten Betrages wieder virenfrei wird. Dazu sollen Nutzer eine bestimmte Software erwerben oder Geld an einen dort angegebenen Empfänger schicken.


Vorsicht bei Warnmeldungen auf dem Rechner. (Bild: Rawpixel.com -shutterstock.com)


Nicht immer ist der ganze PC betroffen, unter Umständen hacken Zugänge für Social-Media-Accounts oder andere Login-Daten. Wer sich plötzlich nicht mehr einloggen kann, sollte an einen Hackerangriff denken.

Erhalten Freunde und Bekannte plötzlich Mails über das Mailkonto eines Kontakts, ist das ein Hinweis auf einen Cyberangriff. Oftmals bemerken Betroffene erst, dass ihr Mailaccount gehackt wurde, wenn die Mailempfänger sie auf die Nachrichten ansprechen.

Was tun? Wichtige Massnahmen nach einer Cyberattacke

Wer Opfer eine Cyberattacke geworden ist, sollte das gesamte System zunächst offline schalten, um so das Risiko zu minimieren, dass im Hintergrund weitere Aktionen ablaufen. Handelt es sich im einen Identitätsdiebstahl, bei dem die Gefahr besteht, dass Kriminelle sich Zugriff auf Konten verschaffen, sollten diese sicherheitshalber gesperrt werden. Passwörter, die auf dem Gerät verwendet wurden, sollten sicherheitshalber sofort geändert werden. Wurden Mails über den eigenen Account versendet, sollten Betroffene ihre Kontakte informieren und warnen. Verschickte Links sollten keinesfalls angeklickt werden.

Unternehmen sind häufiges Ziel von Cyberkriminellen, die versuchen, Kunden- und Zahlungsdaten stehlen. Oftmals werden die Betriebe im Anschluss mit Erpressungsversuchen konfrontiert. Auch in einem Unternehmen sollte das infizierte Betrieb sofort in den Offlinebetrieb gehen. Wichtig ist zudem eine Sicherung von Beweisen, wie Zeitpunkt des Angriffs und die Dokumentation des entstandenen Schadens. Auch die zuständigen Strafverfolgungsbehörden müssen eingeschaltet werden.

Schutz vor Hackerangriffen für Privatpersonen

Privatanwender können sich mit verschiedenen Massnahmen vor Cyberattacken schützen. Wichtig ist es, das Betriebssystem stets auf dem aktuellen Stand zu halten und Updates zeitnah durchzuführen. Die Hersteller schliessen mit den Updates Sicherheitslücken, so dass sich eine umgehende Installation empfiehlt. Das gilt übrigens nicht nur für das Betriebssystem des PCs, sondern auch für die genutzten Programme. Zudem empfiehlt sich eine Virenschutzsoftware mit einer Firewall, die kontrolliert, welche Daten der Computer empfängt und versendet.


Rechtzeitige Updates sorgen für Sicherheit. (Bild: selinofoto -shutterstock.com)


Die meisten Nutzer verwenden zu Hause inzwischen ein WLAN-Netzwerk, das unbedingt richtig gesichert werden sollte. Das vom Hersteller vorgegebene Passwort sollte nach der Einrichtung unbedingt geändert werden. Ein allzu leicht zu erratendes Passwort ist nicht sinnvoll. Zudem ist der WPA2-Standard für die Verschlüsselung zu empfehlen.

Wer den heimischen PC auch für die Arbeit im Home-Office nutzt, sollte besonders auf die Sicherheit achten. In der Regel gibt es bestimmte Regelungen seitens des Arbeitgebers, die unbedingt einzuhalten sind. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik BSI rät, bei Videokonferenzen oder Chats sollten Nutzer nur auf die vom Arbeitgeber festgelegten Kanäle setzen.

Die Verwendung sicherer Passwörter ist sehr wichtig. Entscheidend ist, für alle Logins ein anderes Passwort zu nutzen und nicht überall das gleiche zu verwenden. Empfehlenswert ist ein Passwort, das aus Gross- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen besteht. Wird sonst ein Zugang gehackt, hat der Angreifer direkt die Login-Angaben für weitere Accounts. Es gibt Passwortmanager, die beim Merken der unterschiedlichen Passwörter unterstützen.

Vorsicht ist beim Öffnen von Dateien und Links geboten. Kriminelle versuchen, sich mit Phishing-Mails Zugang zu verschaffen. Nach dem Klick auf einen Link werden Nutzer auf manipulierte Seiten umgeleitet, auf denen sie die Login-Daten sowie persönliche Daten und Zahlungsdaten eingeben sollen. Häufig sind die Phishing-Mails an Rechtschreibfehlern und fehlendem Impressum zu erkennen. Wer unsicher ist, sollte die Internetadresse, auf die er umgeleitet wurde, genau prüfen. Um beispielsweise zum Onlinebanking zu gelangen, sollte die Adresse manuell in den Browser eingegeben werden, so kann es nicht zu Problemen kommen.

So schützen sich Unternehmen vor Cyberkriminellen

Egal ob es sich um ein kleineres oder grösseres Unternehmen handelt, der Schutz vor Hackerattacken ist überaus wichtig. Wichtig ist, Schwachstellen im System zu erkennen und gezielt zu schützen. Dabei lohnt sich die Zusammenarbeit mit einem Profi, der besondere Sicherheitslösungen installiert. Zudem sollten Unternehmen ein Backup-System installieren, so dass auch nach einem Angriff auf wichtige Daten zugegriffen werden kann. Neben einer leistungsstarken Antivirensoftware sollten unbedingt die Mitarbeiter für das Thema sensibilisiert werden. Oftmals nisten sich Schadprogamme im Unternehmen ein, weil ein Mitarbeiter auf einen Link oder eine Datei geklickt hat. Empfehlenswert sind daher regelmässige Schulungen für die Mitarbeitenden.



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Polizei.news ist eines der meistgelesenen deutschsprachigen Polizeiportale. Die Leserschaft wird von der Redaktion mit neuesten Meldungen aus der Schweiz und den Nachbarländern versorgt. Gerade auch in puncto Cyberkriminalität gibt es hier immer wieder Nachrichten über Betrugsversuche. Wer sich über aktuelle Vorkommnisse auf dem Laufenden halten möchte, schaut am besten mehrmals täglich auf Polizei.news vorbei.

 

Titelbild: Who is Danny – shutterstock.com