Contentmarketing: Die richtige Ansprache der Zielgruppe

Unternehmen wollen mit ihrem Contentmarketing ihrer Kundschaft einen Mehrwert bieten. Bei der Planung der richtigen Marketingstrategie spielt die Definition der Zielgruppe eine wesentliche Rolle.

Wer interessiert sich für die Inhalte und wie wird dieser Personenkreis am besten angesprochen?

Mit Contentmarketing Vertrauen aufbauen

Indem sie qualitativ hochwertigen Content erstellen, können Betriebe ihre Expertise in einem bestimmten Bereich hervorheben und damit das Vertrauen ihrer Zielgruppe erlangen.  Der Fokus von Contentmarketing liegt darauf, Nutzen und Mehrwert zu bieten, anstatt direkt zu verkaufen. Das trägt dazu bei, dass die Zielgruppe das Unternehmen als vertrauenswürdig und glaubwürdig wahrnimmt. Contentmarketing kann in verschiedenen Formen wie Blog-Artikeln, Infografiken, Videos, Podcasts oder Social-Media-Beiträgen umgesetzt werden und ist ein wichtiger Bestandteil von Online-Marketing-Strategien.



Wer interessiert sich für Produkte und Dienstleistungen?

Wichtig in diesem Zusammenhang ist also die Definition der richtigen Zielgruppe: Die Zielgruppe im Marketing bezieht sich auf eine bestimmte Gruppe, die als potenzielle Kunden für ein Produkt oder eine Dienstleistung in Betracht kommt. Die Auswahl dieser Menschen wird durch verschiedene Faktoren wie Alter, Geschlecht, Einkommen, Bildung, Interessen und Lebensstil bestimmt. Dazu kommen die Bedürfnisse der Zielgruppe: Welche Probleme könnte der Personenkreis haben und wie kann das Unternehmen dabei helfen? Wie werden diese Personen am besten angesprochen, wird gesiezt oder geduzt?

Die Identifikation der Zielgruppe ist ein wichtiger Bestandteil des Marketingprozesses, da sie dazu beiträgt, Marketingmassnahmen gezielt und effektiv zu gestalten und somit die Chance auf den Unternehmenserfolg erhöht.


Welche Zielgruppe interessiert sich für das Unternehmensangebot? (Bild: Superstar -shutterstock.com)

Erstellung verschiedener Persönlichkeitsprofile

Das Unternehmen muss wissen, wer sich für die angebotenen Waren oder Dienstleistungen interessiert. Darum sollten verschiedene Persönlichkeitsprofile, sogenannte Personas angelegt werden. Diese Profile werden auf Grundlage der verschiedenen Kriterien analysiert. Danach wird festgelegt, wie diese Personengruppe auf eine bestimmte Marketingmaßnahme reagieren könnte. Die Profile dienen dazu, die richtige Kommunikationsstrategie zu entwickeln, um diese Personengruppe erfolgreich anzusprechen. Idealerweise entwickeln Unternehmen im Zuge ihrer Marketingstrategie so viele Persönlichkeitsprofile wie möglich, um massgeschneiderte Inhalte zu bieten.

Bei den Personas handelt es sich um fiktive Personen, die das Angebot des Unternehmens kaufen oder konsumieren könnten. Bei der Definition kommt häufig das DISG-Modell zum Einsatz, nach dem Persönlichkeiten in verschiedene Kategorien eingeteilt werden. Entwickelt hat das Modell der amerikanische Psychologe William M. Marston, weiterentwickelt wurde es von Prof. Dr. John G. Geier an der Universität von Minnesota.

Demnach gibt es bei Menschen vier verschiedene Verhaltenstendenzen: dominant, initiativ, stetig und gewissenhaft. Jeder dieser Typen hat eigene Stärken und Schwächen und reagiert unterschiedliche auf Marketingstrategien. Aus diesen vier Typen leitet sich auch die Bezeichnung „DISG“ für die jeweiligen Verhaltensweisen ab. Auf Grundlage dieser einzelnen Typen lässt sich die Kaufentscheidung besser voraussagen und die Marketingstrategie wird entsprechend ausgerichtet. Handelt es sich um eher dominante Menschen, werden diese eher durch direkte Werbung angesprochen, während Personen, die sich eher an anderen orientieren und sich Vorbilder suchen, durch soziale Marketingmassnahmen erreicht.

Idealerweise richten Unternehmen ihr Contentmarketing also auf die jeweilige Zielgruppen aus, um die Werbebotschaft besonders effektiv zu vermitteln.


Erstellung von Persönlichkeitsprofilen für die Zielgruppenanalyse. (Bild: r.classen -shutterstock.com)

Wie greift die Zielgruppe auf Inhalte zu?

Eine wichtige Frage ist, wie die Zielgruppe, die das Unternehmen erreichen möchte, auf die Inhalte zugreift. Handelt es sich vorwiegend um junge Leute, gehen diese häufig über ihr Smartphone online, daher sollten die Inhalte entsprechend aufbereitet werden. Je genauer das werbende Unternehmen die Zielgruppe kennt, desto besser können die Online-Inhalte zugeschnitten werden.

Interessieren sich vorwiegend ältere Menschen für das Unternehmensangebot, macht es keinen Sinn, Marketing in sozialen Netzwerken zu verbreiten, hier sind vielmehr fundierte Blogartikel, die eine Mehrwert bieten, zu empfehlen. Wichtig ist, das Marketing so zu personalisieren, dass sich die richtige Zielgruppe angesprochen fühlt.

Zudem sollte ein Unternehmen wissen, welche Fragen sich Käufer und Kunden im Zusammenhang mit der Nutzung der Dienstleistung oder des Produkts stellen. Unter Umständen sind erklärende Videos oder Anleitung zur Anwendung hilfreich. Auch wenn es zu dem Unternehmensangebot neue Studien oder Trends gibt, interessiert sich die Kundschaft dafür und die Inhalte sollten entsprechend kommuniziert werden.

Bestandskunden nicht vergessen

Auch wenn Betriebe stets bestrebt sind, neue Kunden zu akquirieren, sollte die bestehende Kundschaft bei der Zielgruppenanalyse nicht vergessen werden. Auch die Angaben und Persönlichkeitsprofile dieser Kunden fliessen idealerweise in die Definition der Zielgruppe ein. Zudem ist der Austausch mit den bestehenden Kunden wesentlich. Durch das Feedback und den Dialog mit der Kundschaft erhalten Betriebe wichtige Informationen für die Weiterführung ihrer Marketingstrategie und den Umgang mit der Zielgruppe. Gleichzeitig wird die bestehende Kundenbindung verstärkt, der Kunde fühlt sich ernst genommen und wird sich im Idealfall wieder an das Unternehmen wenden.

 

Titelbild: Jirsak – shutterstock.com

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