Durch Teilnahme an Social-Media-Challenges näher am Kunden

Mann schüttete einen Eimer Eis über den Kopf auf schwarzem Hintergrund.

Social-Media-Challenges sind heute nach wie vor in aller Munde. Tatsächlich gab es in der Vergangenheit eine ganze Reihe interessanter Challenges, bei denen weltweit Tausende von User mitgemacht haben. Die Frage dabei ist, inwieweit man eine solche Challenge auch für die eigene Kundennähe und Werbung im Netz nutzen kann.

Wer erinnert sich nicht an die Mutter aller Challenges – die Ice-Bucket-Challenge. Menschen übergossen sich mit eiskaltem Wasser, sprangen in ganze Swimmingpools voller Eiswürfel oder liessen sich einen Bottich voller Wasser und Eiswürfel über den Kopf kippen. Dazu forderten sie ihre Freunde und Bekannte via soziale Medien auf, es ihnen gleich zu tun. Die ursprüngliche Idee dahinter war das Sammeln von Spendengeldern für die Forschung gegen die Krankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS). Was nach einer netten Idee klingt, hatte sich schnell viral verselbstständigt und war um die Welt gegangen.

Es gibt aber auch genau abschreckende Beispiele

Denn neben solchen Challenges, die einen gewissen Charme haben und dabei auch noch für eine gute Sache sind, gibt es auch solche, die durchaus gefährliche Züge annehmen. So zum Beispiel die Tide-Tod-Challenge, bei der es darum ging, dass Jugendliche Waschmitteltabs essen sollten. Dass diese hochgiftig sind und im Körper durchaus eine ganze Reihe von Schäden anrichten können, hielt leider viele Jugendliche weltweit nicht davon ab, mitzumachen.

Soziale Medien sind heute mehr denn je Werbeträger

Die Welt trifft sich online. Tatsächlich sind speziellen Messungen zufolge soziale Medien inzwischen die Nummer zwei, wenn es darum geht, organischen Traffic auf die eigene Seite zu bekommen. Das führt zu der Frage, inwieweit es Sinn ergibt, die eigenen Anstrengungen in Sachen Werbung und Marketing auch in diese Richtung weiterzuentwickeln. Dazu stellt sich natürlich die Frage, ob eine eigene Challenge wirklich Sinn machen kann bzw. ob der eigene Social-Media-Kanal überhaupt die Reichweite hat, die es braucht, um eine solche Challenge ins Leben zu rufen und sie dann auch am Leben zu erhalten.

Social-Media-Werbung – eine der wichtigsten Werbeplattformen überhaupt

Wie bereits erwähnt sind die Menschen heute in den sozialen Medien immer mehr unterwegs als auf jeder Zeitungsseite oder gar im offline Bereich. Selbst Fernsehwerbung kann oftmals nicht gegen eine gut gemachte Social-Media-Kampagne ankommen. Zumindest dann nicht, wenn die Zielgruppe am ehesten online anzutreffen ist. Da kommt eine eigene Challenge doch gerade recht, um den Markennamen bekannter zu machen, oder? Eigentlich ist es doch ganz einfach. Man muss sich ja nur einen Eimer Wasser über den Kopf schütteln, einen netten Spruch aufsagen und schon läuft die Challenge. Dann geht das Ganze viral und innerhalb kürzester Zeit hat man Millionen von Follower, die alle wissen möchte, wo der Ursprung dieser genialen Challenge lag.

So weit die Theorie. In der Praxis sieht das natürlich erfahrungsgemäss anders aus. Als allererstes muss eine gute Idee her. Denn eine Challenge, die es schon einmal gab, macht natürlich wenig Sinn. Niemand hat Lust auf eine aufgewärmte Aufgabe, die einmal ihren Zweck erfüllt und die Gemüter belustigt hat. Es muss also eine Challenge her, die vom Thema her zur eigenen Marke und zum eigenen Unternehmen passt.


Superheld für soziale Medien

Auf der Jagd nach Likes und Followern ist Kreativität unabdingbar. (Bild: Rawpixel.com – shutterstock.com)


Die Follower Base ist ein weiterer wichtiger Faktor

Je nachdem, wie viele Follower ein Unternehmen hat und in welcher Zielgruppe diese zu finden sind, kann es sein, dass eine eigene Challenge überhaupt keinen Sinn macht. Denn wer zu wenige Follower hat, um überhaupt eine ausreichende Menge an Menschen zum Mitmachen zu bewegen, der hat von vornherein verloren. Ähnlich wie ein gutes Eventmarketing kann dabei übrigens auch das Marketing für eine Challenge funktionieren. Wer hier schon zu Beginn Influencer mit an Bord nimmt, kann mit einer Challenge eine grössere Reichweite erzielen.

Es muss nicht gleich eine eigene Challenge sein – mitmachen ist manchmal der beste Weg

Wer als Unternehmen noch nicht unbedingt über eine riesige Fan-Base verfügt und nicht gerade mit einigen Tausend aktiven Followern aufwarten kann, kann im ersten Schritt auch schauen, welche Challenge sich zum Mitmachen eigenen. Dann ist es sinnvoll, wenn man sich als Unternehmen für eine Challenge entschieden hat, das eigene Mitmachen zu zelebrieren. Hierzu müssen Mitarbeiter gefunden werden, die Spass daran haben, an dieser Challenge für das Unternehmen teilzunehmen. Es sollte ein kleines Event daraus werden, das dann werbewirksam auf den Social-Media-Kanälen des Unternehmens verbreitet wird.

Auf diesem Weg lassen sich gerade im Kreis der Challenge Liebhaber neue Follower finden. Vielleicht kann die eigene Zielgruppe so auch ein Stück weit besser angesprochen werden. Wer auf diesem Wege seine Follower Zahl gesteigert hat und erste Erfahrungen mit Challenges und deren Hintergrund gesammelt hat, wird es hinterher leichter haben, selbst eine funktionierende Challenge auf den Weg zu bringen.

 

Titelbild: wanphen chawarung – shutterstock.com