Mit passenden Events das Marketing kleiner Bars ankurbeln



In vielen Fällen ist es so etwas, wie die Erfüllung eines lang gehegten Traums. Wer eine eigene kleine Bar aufmacht oder schon seit Jahren betreibt, macht das meistens, weil er die Arbeit liebt. Das Leben jeden Tag aufs Neue in der eigenen Bar willkommen heissen zu dürfen, ist für die meisten Barbetreiber eine einzigartige Erfahrung. Aber neben all der Liebhaberei, muss jede Bar natürlich auch ausreichend gewinn abwerfen, damit der Betreiber und seine Familie davon leben können.

Das geht nur mit dem richtigen Marketingansatz. Denn wenn die Bar nicht gerade in einem verschlafenen kleinen Dorf steht und weit und breit die einzige ist, gibt es immer eine Menge Konkurrenz rundherum. Genau das ist letztlich auch das, was vielen Bar-Besitzern das Leben schwer macht. Es gibt Gäste, für die eine Bar wie die andere ist. Hier mal ein Bier, da mal einen Wein und dort man eine Kleinigkeit gegessen – aber nie zu den Stammkunden gezählt. So kann man einen Teil der Laufkundschaft charakterisieren.

Aus dem grossen Einheitsbrei ausbrechen

Das liegt vor allem daran, dass es für diese Kunden tatsächlich egal ist, wo sie ihr Bier trinken und ihren Snack essen. Für sie macht es keinen Unterschied, weil sie einerseits keine persönliche Bindung zu dem jeweiligen Lokal haben. Weil aber die einzelnen Bars in ihrer Umgebung ihnen auch nicht das Gefühl geben, dort heimisch werden zu können. Zu sehr ähneln sich Bars, Kneipen, Cafés und Restaurants oftmals.

Deshalb ist es für Bar-Besitzer umso wichtiger, aus der eintönigen Masse hervorzustechen. Ein Spielautomat und vielleicht noch die Dartscheibe irgendwo an der Wand – das sind vertraute Bilder, wie man sie aus zahlreichen Bars kennt. Das Hinterzimmer mit den Billardtischen kann schon eine ganze Reihe neuer Kunden anziehen. Was aber für regelmässige Neukundschaft sorgt und dabei auch schnell in aller Munde ist, sind Events, die in der Bar stattfinden.

Der Umsatz ist da – man muss ihn nur ins eigene Haus holen

Rund 14,5 Milliarden Schweizer Franken wurden im Jahr 2017 in der Gastronomie in der Schweiz umgesetzt. Diese zahlen zeigen, dass in der Welt der Gastronomie eine Menge Geld verdient werden kann. Allerdings gibt es auch eine Menge Mitbewerber, wenn es darum geht, den vorhandenen Kuchen aufzuteilen. Genau an dieser Stelle fängt es an, schwierig zu werden. Denn für eine volle Bar braucht es ein gut gezieltes und klug organisiertes Marketing.

Eine Marketingstrategie können regelmässig veranstaltete Events sein. Damit sind nicht unbedingt grosse Konzerte oder Ähnliches gemeint. Schon die Happy-Weekend-Hour am Freitagabend ist ein Event. Wenn dann für zwei Stunden die Preise für Cocktails in der Bar auf einen bestimmten Satz reduziert werden, wird es mit Sicherheit schnell voller. Wenn dann die Cocktails auch noch gut schmecken, werden die wenigsten Gäste nach dem Ende der Happy Hour wieder gehen.


Junge Leute stossen an in einer Bar

Spannende Events sind Umsatztreiber. Mit ein paar ausgefallenen Ideen kann man eine hohe Anziehungskraft auf die Leute ausüben. (Bild: Jacob Lund – shutterstock.com)


Das richtige Event für die richtige Bar

In einer Bar, die auch Cocktails anbietet, ist eine Happy Hour natürlich eine wunderbare Möglichkeit, die eigentlich oftmals recht hochpreisigen Getränke an den Mann zu bringen. Schafft die Qualität es dann zu überzeugen, werden die Cocktails in der Folge auch zu den höheren Standardpreisen konsumiert.

Eine andere Möglichkeit sind beispielsweise bestimmte Feiertage, an denen jeweils ein Event veranstaltet werden kann. In Gastronomien beispielsweise werden zu verschiedenen Jahreszeiten bestimmte saisonale und regionale Lebensmittel in den Mittelpunkt gestellt. Da gibt es „Spargelwochen“, besondere Buffettage zur Wildsaison oder aber „Pfifferling Tage“, wenn die Pilze gerade aus dem Boden schiessen.

Ähnlich lässt es sich auch in der Bar organisieren. Wichtig ist dabei nur, dass das jeweilige Event auch zur Bar selbst passt. In einer verspielten kleinen Bar mit rustikaler Einrichtung beispielsweise, können auch wunderbar Lesungen abgehalten werden. Live-Musik lockt auch stets eine Menge Menschen an – vor allem wenn es sich um eine lokale Band handelt, die vielleicht schon ihren eigenen kleinen Kreis an Fans in der Stadt hat.

Für das richtige Event muss auch die passende Ausstattung her

Nicht jede Kneipe verfügt immer auch über eine grosse Musikanlage oder einen talentierten DJ. Will man aber beispielsweise eine Ü30 Party feiern und hat für den Samstagabend entsprechend geplant, ergibt es Sinn, auch einen DJ zu buchen. Immerhin will die Partygesellschaft ja auch unterhalten werden. Auch eine Nebelmaschine und andere Partygeräte können an solchen Abenden hilfreich sein. Die Miete lässt sich, bei entsprechend guten Besucherzahlen, schnell wieder einspielen.

Das richtige Marketing macht eine Menge aus

Auch eine kleine Bar kann ein solches Event wunderbar vermarkten. Da sind zuerst einmal die sozialen Medien, die auf jeden Fall ins Boot geholt werden sollten. Zumindest einen Facebook Account sollte jede bar haben. Über Instagram beispielsweise lassen sich wunderbar immer wieder im Laufe eines Events Bilder und kurze Videosequenzen posten. Dabei müssen natürlich die Datenschutz- und Persönlichkeitsrechte der Gäste gewahrt bleiben.

Auch Plakatwerbung kann potenzielle Gäste, die die Bar bisher nicht kannten, ansprechen und in die Bar locken. Dabei sollte nicht nur die unmittelbare Nähe des Lokals beworben werden. Auch in anderen Stadtvierteln muss ein Stück weit geworben werden. Bei einem interessanten Event ist der eine oder andere auch bereit, ein bisschen zu fahren. Das Content Marketing kann an der Stelle essenziell für den Erfolg eines Events sein.


Instagram

Auf Instagram kann eine kleine Bar ganz gross rauskommen, indem sie interessante Bilder postet und so eine Followerschaft aufbaut. (Bild: ArthurStock – shutterstock.com)


 

Titelbild: luckyraccoon – shutterstock.com